Kindertauchtheorie

Kindertauchtheorie 12.12.2009/24.4.2010

Die Kindertheorieeinheiten der letzten Jahre haben uns gezeigt, dass auch die für Kinder unserer Meinung nach erforderlichen theoretischen Hintergründe so umfassend sind, dass ein Tag dafür nicht ausgereicht hat.

Deshalb haben wir unser Konzept ein wenig überarbeitet und haben das Ganze auf zwei Samstage verteilt. Dies war eine gute Entscheidung, denn somit hatten wir nun ausreichend Zeit und Muße, alle Themen ausführlich zu erarbeiten und auf die neugierigen Fragen der Kinder bzw. Jugendlichen einzugehen.

Im ersten Block im Dezember beschäftigten wir (die Kinder TLs Christian und Stefanie, Andreas, der uns freundlicherweise assistiert hat, und 8 Kinder/Jugendliche) uns intensiv mit Themen wie Ausrüstung, physikalische Gesetze, die beim Tauchen zum Tragen kommen (Sehen bzw. Hören unter Wasser wurden erklärt ebenso wie die Gesetze von Boyle Mariotte, Henry und Archimedes), Tauchgangsplanung und Durchführung und nicht zuletzt der Umweltaspekt beim Tauchen.

Am zweiten Theorietermin arbeiteten die jungen Teilnehmer/innen zunächst eine kurze Wiederholung der ersten Einheit in kleinen Präsentationen aus. Danach verbrachten wir einen großen Teil unserer Zeit mit dem großen Thema Medizin.

Ein weites Feld, wie wir schon in der Vorbereitung gemerkt haben. Dies einzugrenzen und die für Kinder wichtigen und verständlichen Bereiche herauszufiltern, haben wir jedoch gut gemeistert.

Die Kinder/Jugendlichen waren mit vollem Elan dabei, galt es z.B. ein Herz aus einzelnen Puzzleteilen zusammen zusetzen. Interessant war auch, wie das Blut durch welche Organe gepumpt wird.

Nachdem die jungen Taucher Herz, Lunge, Blutkreislauf und Gehirn erkundet und erklärt bekommen hatten, war für sie auch sehr gut der Zusammenhang zwischen der Physiologie unseres Körpers und den physikalischen Gegebenheiten beim Tauchen zu erkennen. Damit wurde auch die Wichtigkeit einer guten Tauchsportärztlichen Untersuchung und dem vernünftigen Umgang mit der eigenen Gesundheit (z.B. keine Anstrengung nach dem Tauchen; kindgerechte Ausrüstung etc.) gerade bei Kindern noch einmal deutlich.

Durch abwechslungsreiche Unterrichtsmethoden, wie Gruppenarbeiten, Präsentation der Ausarbeitungen an der Tafel oder auch Tauchgangssimulationen am Whiteboard inklusive entsprechender Tauchgangsberechnungen, wurde keinem langweilig und die geplante Zeit verging im Nu.

Die Altersspanne der Teilnehmer bewegte sich zwischen 9 und 14 Jahren. Die Informationen, die etwas weiter in die Tiefe gingen, wurden von unseren ersten beiden „selbstgezogenen“ Bronzeanwärterinnen förmlich aufgesaugt.

Deshalb sind wir sicher, dass ihr beiden – Alyssa und Julia – die Theorieprüfung super meistern werdet. Vor den „Prüfungstauchgängen“ ist uns gar nicht bange, da ihr in den letzten Jahren bei euren Tauchgängen, den Sonderbrevets und beim Barakuda Kid´s Club im Schwimmbad sehr viel Erfahrung gesammelt habt und somit bestens vorbereitet seid.

Die Jüngeren unter euch Teilnehmern haben im nächsten Jahr wieder die Möglichkeit, an unseren Theorietagen teilzunehmen, und durch regelmäßige Wiederholung seid ihr dann auch bereit für eure Theorieprüfung.

Im Herbst werden wir uns dann „theorietechnisch“ erstmal um unsere Anfängerkinder kümmern, die jetzt bald mit der Praxis beginnen.