Tauchsafari Brother Island

Tauchsafari Rotes Meer 2009

„Klar, noch ein Bericht über eine Safari im Roten Meer“… werdet Ihr vielleicht, nachdem Ihr die Überschrift gelesen habt, denken. Aber wir kamen auch diesmal wieder in den Genuss außergewöhnlicher Erlebnisse, über die wir kurz erzählen möchten:

Ankunft in Marsa Alam am 19.11.: Leider tauchte einer unserer Koffer nicht mehr auf, aber die Crew der Seven Seas und unsere Reserven machten es Heiko und Matthias möglich, alle Tauchgänge unbeschwert durchzuführen.

Elphinstone , 20.11.2009: Keine Strömung, super Sichtverhältnisse, hervorragende Guides. Wir trafen hier auf der Westseite auf Zackenbarsche, Garnelen und einen Langnasen-Büschelbarsch.

Die Überfahrt zu den Brothers verlief trotz hohen Wellengangs reibungslos, so konnten wir während der nächsten zwei Tage den Big Brother mit all seinen Highlights erneut erkunden. Aus dem Blau heraus über den Mast auf das Wrack der Numidia  hin zu tauchen, ist immer wieder etwas ganz Besonderes und unbeschreiblich Schönes. Fuchshaie, Schildkröten, Riesenmuränen und die frechen Flötenfische krönten unsere Tauchgänge. Ein ganz eifriger Napoleon schien sogar das Wrack der Aida unerschütterlich zu bewachen. Geduldige Barakudas in ihrer Putzerstation boten ein faszinierendes Schauspiel.

Vom 23.11. bis zum 24.11. wechselten wir unseren Liegeplatz zum Small Brother, der leider trotz fortgeschrittener Jahreszeit etwas überlaufen war. Aber unser Guide Adrian änderte einfach den Zeitplan und schon hatten wir das abwechslungsreiche, vor Leben nur so wimmelnde Riff ganz für uns allein. So entdeckten wir seltene Korallenmuscheln und Pralinenschnecken, konnten Rotfeuerfische, Igelfische und Seenadeln bei auch hier minimaler Strömung seelenruhig beobachten. Ständige Gesellschafter waren in diesem Jahr die Haie. Ob Fuchshaie, Riffhaie oder sogar ein Seidenhai, sie kamen immer wieder vorbei. Erfreulich war es, viele Riesenthunfische vorzufinden. Leider gibt es hier, wie auch am Elphinstone, landschaftliche Verluste zu vermelden. Die schönen Gorgonien wurden von offensichtlich unerfahrenen Tauchern sehr ramponiert. An dieser Stelle daher ein Lob an das extrem disziplinierte Verhalten unserer Gruppe (… don’t touch this…).  Gutes Tarieren und Respekt vor der Natur kann man eben auch lernen.

Aber das absolute Highlight war uns während des zweiten Tauchgangs am 24.11. vergönnt. Unser stets hochmotivierter Guide Eslam fuchtelte aufgeregt herum und machte die wenigen Taucher, die noch im Wasser waren, auf einen vorbeiziehenden Walhai aufmerksam. Der war selbst so neugierig, dass er stundenlang unter den Booten kreiste und so den sich bereits an Deck befindlichen, sich nun hektisch wieder anziehenden Tauchern ebenfalls die Gelegenheit dieses seltenen Schauspiels bot. Sowas muss man einfach gesehen haben, sonst glaubt es niemand… So nah kommt man dem Walhai nicht mal im Aquarium! Aber nicht genug, es kam auch noch ein vorwitziger Longimanus vorbei, und zwar dermaßen nah, dass sich einige Taucher schon als Futter sahen.

Nach alldem sollte man ja meinen, dass es für eine Safari eigentlich genug des Guten war, aber da kamen doch noch unsere Abschluss-Tauchgänge am Elphinstone….Vier Longimanus bei der Jagd und Delphine während des Schnorchelns..

Unsere letzte Nacht im Hafen verbrachten wir fröhlich und zufrieden darüber, dass wir alle gesund und munter wieder angelandet waren.

Die Crew der Seven Seas und die Guides haben sich auch diesmal wieder die größte Mühe gegeben; uns mit hervorragenden Genüssen für Leib und Seele versorgt, unsere Tauchgänge reibungslos geplant und durchgeführt und und und. Dafür auch hier nochmal ein dickes DANKE!

Ein besonderer Dank gilt auch Barbara Moll,  die uns mit ihren Bildern viel Freude bereitet hat.

Sabine